Diese Seite ist offen.
Man darf lesen, man darf mitfühlen. Und man darf auch etwas hinterlassen – für uns, für Justus, für den Moment.
Ich habe gemerkt, dass mir das Schreiben guttut.
In den letzten Monaten habe ich angefangen, Gedanken, Erinnerungen, Gefühle aufzuschreiben – für Justus, für mich, für Mr. Mini. Und irgendwann wurde daraus mehr.
Diese Seite ist mein Projekt.
Ein Jahresprojekt, ein Ort der Trauerarbeit, aber auch ein Ort der Verbindung.
Ich will ein Jahr lang regelmäßig hier schreiben. Texte teilen, die aus mir kommen – ganz unterschiedlich: mal leise, mal wütend, mal traurig, mal liebevoll.
Texte die aus Begegnungen mit Euch entstehen. Aus Leben, welche mit Justus wachsen.
Ich hoffe, dass sie nicht nur mir helfen, sondern vielleicht auch anderen Menschen, die selbst trauern oder jemanden verloren haben.

Wieso „Sternundzweig“?

Der Zweig steht für das Leben hier. Für das Weiterwachsen. Für Mister Mini, den Zwillingsbruder von Justus – der weiterlebt, sich entwickelt, stärker wird. Für uns, die wir auch irgendwie weitergehen müssen.
Der Stern steht für das, was nicht mehr greifbar ist. Für Justus. Für das Oben, das Schöne, das Leuchtende – aber auch das Unnahbare, das, was fehlt und trotzdem da ist. Für immer.
sternundzweig – das ist unsere Verbindung. Zwischen Himmel und Erde. Zwischen Jetzt und Für Immer.
was bleibt und uns trägt
Diese Seite ist voll von kleinen Zeichen.
Symbole, die uns begleiten – manchmal ganz leise.
Sie stehen für Justus. Für uns. Für das, was wir fühlen.
Und für das, was uns trägt.

Herz
Wir leben nicht trotz Justus‘ Tod.
Wir leben weil es ihn gibt.
Weil er da war.
Weil wir ihn lieben.
Weil wir diese Liebe nehmen und in unser Leben tragen.
Für ihn. Für Mister Mini. Für uns.
Nicht als Last. Sondern als Kraft.

Sonne
Die Sonne hat für uns eine besondere Bedeutung.
Die Schwester von Justus hat eine Geschichte geschrieben:
Darin war die Sonne verschwunden. Alles war kalt.
Aber durch die Erinnerung kam ihre Wärme zurück.
Jeder Sonnenstrahl ist für uns eine Erinnerung.
Wenn es warm wird, wenn es hell wird – ist Justus da.

Regenbogen
Der Regenbogen kommt nach dem Regen.
Wenn es dunkel war – und plötzlich bricht wieder Licht durch.
Für uns ist er ein Zeichen von Hoffnung.
Die Sonne – das Licht von Justus – trifft auf unsere Tränen.
Und was entsteht, ist bunt.
Nicht „trotzdem“. Sondern weil es ihn gibt.

Schmetterling
Der Pfarrer hat es einmal so gesagt:
Das Leben ist wie eine Raupe. Dann kommt der Kokon. Und irgendwann – wird daraus ein Schmetterling.
Die Raupe lebt hier. Der Kokon ist der Übergang. Und der Schmetterling – das ist das Leben danach.
Justus ist unser Schmetterling. Er ist noch da. Nur woanders.

Pusteblume
Sie steht für das Vergängliche. Für das, was nicht bleibt – und doch überall ist.
Wenn man pustet, fliegt sie fort. Man kann sie nicht mehr festhalten – aber sie ist da.
Überall.
Justus ist wie so eine Pusteblume. Er ist nicht mehr hier, aber in allem.
In ewiger Liebe

